Systemische Aufstellungen

Definition Systemische Aufstellung im klassischen Sinne:

Systemische Aufstellung ist ein Sammelbegriff für Verfahren, bei dem die Mitglieder eines Systems aufgestellt und räumlich miteinander in Beziehung gesetzt werden.

 

Dadurch kann der Einfluss, den die Mitglieder aufeinander haben, visualisiert und bewusst gemacht werden.

 

Je nach System, das näher betrachtet werden soll, gibt es z.B. Familienaufstellungen ( Ursprungsfamilie, Gegenwartsfamilie), Organisationsaufstellungen, Aufstellungen von Teams ( berufliche Arbeitsteams), Gruppen oder auch inneren Anteilen ( innerer Kritiker, innerer Saboteur, inneres Kind, innerer Antreiber, innerer Richter..).

 

In der Systemischen Aufstellungsarbeit können sowohl Personen stellvertretend für die Elemente eines Systems stehen, als auch durch Figuren oder Symbole dargestellt werden.

 

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Ein Aufstellungsleiter (Systemischer Coach oder Therapeut) lenkt die beteiligten Stellvertreter durch den Ablauf der Systemischen Aufstellung und gibt weitere Anleitungen.

Für welche Themen / Dynamiken kann eine Systemische Aufstellung sinnvoll sein?

Systemische Aufstellungen sind wirkungsvolle Methoden, um Klarheit zu bekommen und Bewegung in festgefahrene Situationen zu bringen.

 

So macht es zum Beispiel im Coaching, in der Familientherapie oder auch in der Unternehmens- und Organisationsberatung durchaus Sinn, vorhandene, immer wieder auftretende Schwierigkeiten oder Konflikte in einem Gesamtzusammenhang zu sehen.

 

Jeder Mensch beeinflusst beispielsweise seine Familie, während er gleichzeitig von seiner Familie beeinflusst wird.

 

Diese Wechselwirkung lässt sich ebenfalls auf eine Gruppe, eine Firma, ein Team oder eine Organisation übertragen.

Beispiele:

In einer Paarbeziehung suchen wir uns oft einen Partner aus, mit dem wir die Beziehung leben können, die wir in irgendeiner Form schon kennen.

Meist werden dabei auch Beziehungsmuster oder Dynamiken wiederholt, die wir in unserer Herkunftsfamilie gelernt haben, und die uns vermutlich gar nicht bewusst sind. Eine Aufstellung kann Sinn machen,

  • wenn jemand immer wieder an Partner gerät, die untreu oder gewalttätig sind

  • wenn Beziehungen immer wieder nach kurzer Zeit scheitern

  • wenn sich innerhalb der Familie bestimmte Krankheiten häufen

  • bei unerklärlichem beruflichen Scheitern, Pleiten etc.

  • und anderen Themen, bei denen ein familiärer Zusammenhang vermutet wird.

Vorgehen bei Systemischen Themen im Einzelcoaching

Eine Aufstellung muss nicht zwingend in einer Gruppe von mehreren Personen stattfinden.

 

Auch im Einzelcoaching zeigen sich mir oft Hinweise auf systemische Zusammenhänge.

 

Meist besteht nicht die Zeit oder die Bereitschaft, auf eine Aufstellung mit Stellvertretern zu warten.

 

Oft ist dies auch nicht nötig.

Hier bietet sich der Einsatz von Systembrettern, Symbolen, Figuren oder anderen Hilfsmitteln an.

Dabei sind dem Improvisationstalent der Coaches keine Grenzen gesetzt.

 

Ich persönlich arbeite sehr gern mit sogenannten Bodenankern. Dies sind einfache Zettel oder Karten, auf die ich die in Beziehung zu setzenden Themen oder Personen schreibe.

Der Klient stellt sich dann auf die einzelnen beschrifteten Zettel und kann so die Beziehungsmuster und Dynamiken erfühlen und in eine heilsame Ordnung bringen.